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Europäische Holocaustgedenkstätte Stiftung e.V.
 
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Aktuelle Mitteilungen und Informationen

 
 

 

Tag des offenen Denkmals 2018 -

Am 09. September hat die Europäische Holocaustgedenkstätte für Sie von 13.00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet. Wir informieren Sie gerne über:

- Den KZ-Lagerkomplex Kaufering.
- Das KZ-Lager Kaufering VII.
- Die Ergebnisse der Konservierungsmaßnahmen 2014 - 2016 mit aktuellen archäologischen Befunden.
- Die Bautechnik von Tonröhrengewölben in der Antike und heute, Patente und Bautechnik der Tonröhrenbaracken auf dem ehemaligen KZ-Lager Kaufering VII.
- Die Nachkriegsnutzung der Gebäude des ehemaligen KZ-Lagers Kaufering VII.
- Neueste Entwicklungen – Dokumentationszentrum.
 
   
 
Tag des offenen Denkmals 10.09.2018
Fotos: Vincenzo Minutillo, Manfred Deiler
 

Bayerische Denkmalschutzmedaille 2018 für die Europäische Holocaustgedenkstätte Stiftung
 

Am Donnerstag, den 28. Juni 2018 wurde der Europäischen Holocaustgedenkstätte Stiftung aufgrund ihrer besonderen Verdienste um den Denkmalschutz und die Denkmalpflege in Bayern die Bayerische Denkmalschutzmedaille verliehen. Die Verleihung fand im Rahmen einer Veranstaltung in der Säulenhalle des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege in München statt.

Anlass für die Würdigung waren die von Frühjahr 2011 bis Ende 2016 erfolgreich durchgeführten Maßnahmen zur Konservierung der Tonröhrenbauwerke des ehemaligen KZ-Außenlagers Kaufering VII. Die dazu erforderliche detaillierte Abstimmung aller Maßnahmen zwischen Planern und Restauratoren, wie auch den Zuschussgebern und Genehmigungsbehörden, stellte hohe Anforderungen an alle Beteiligten.
In Anerkenntnis dieser Leistungen wurde die Europäische Holocaustgedenkstätte Stiftung e.V., vertreten durch Manfred Deiler, Franz Xaver Rößle und Wolfgang Bechtel, für die Erhaltung der Tonröhrenbaracken und die Vermittlung ihrer Geschichte durch Publikationen, Führungen und Öffentlichkeitsarbeit mit der Denkmalschutzmedaille ausgezeichnet.

 
 
 

links nach rechts: Franz Xaver Rößle - Manfred Deiler - Ministerin Prof. Dr. med. Marion Kiechle - Wolfgang Bechtel;
Foto: Steffen Leiprecht

 

Von der Europäischen Holocaustgedenkstätte Stiftung wurden nach einer Zusammenstellung des Architekturbüros Franz Hölzl (München) von 2010 bis 2016 folgende ehrenamtlichen Tätigkeiten und Leistungen erbracht:

  • Vorbereitung und Abwicklung zur Ablösung und Übertragung des Teileigentums der Bundesrepublik Deutschland an den Tonröhrenbauwerken an die Europäische Holocaustgedenkstätte Stiftung zum 31.12.2011
  • Projektvorbereitung und Projektleitung 2011 zur Durchführung der Machbarkeitsstudie
  • Projektvorbereitung und Projektleitung 2012 einer Notsicherungsmaßnahme zur Innenabstützung der Tonröhrengewölbe
  • Projektvorbereitung und Projektleitung der Baumaßnahme 2014 - 2016
  • Betreuung und baubegleitende Archäologie 2014 und 2015 einschließlich Forschungsgrabung 2015
  • Zuschussbeantragung und Zuschussmanagemanagement 2011 - 2016
  • Gewährleistung der Baustellensicherheit 2011 - 2016
  • Pflege und Bereinigung des Gesamtgeländes
  • Betreuung und Mithilfe bei der Ruinensicherung
  • Öffentlichkeitsarbeit und Führungen auch während der Instandsetzungsarbeiten
  • Gesamtaufwand der ehrenamtlichen Arbeitsstunden: circa. 5500
Über die Anerkennung und Würdigung unserer Leistungen durch den Freistaat Bayern freuen wir uns sehr. Unser herzlicher Dank gilt allen, die uns bei unseren Projekten förderten und uns gegenwärtig unterstützen. Dies ist - vor allem vor dem Hintergrund des aktuellen Rechtsrucks in der Bayerischen Politik – keine Selbstverständlichkeit.
 
 
Pressemitteilung Bayerische Statsregierung - Denkmalschutzmedaille 2018    
Landsberger Tagblatt Online, 28. Juni 2018 - "Ministerin würdigt Europäische Holocaustgedenkstätte Stiftung"    
Verleihungsurkunde und Denkmalschutzmedaille 2018    
Kreisbote Landsberg, 27. Juni 2018 - "Medaille für die Gedenkstätte"    
Auszug aus der Broschüre zur Denkmalschutzmedaille 2018    
 
 
 

Ehrentitel
„Gerechte unter den Völkern“
für Alois und Maria Elsner

 

Yad Vashem ehrt seit 54 Jahren im Namen des Staates Israel und des jüdischen Volkes Nicht-Juden, die ihr Leben riskierten, um Juden während des Holocaust zu retten. Ihnen wird der Ehrentitel „Gerechte/r unter den Völkern“ zuerkannt. Am 24. Oktober 2017 wurde in einer Feierstunde in München im "Hubert Burda Saal" das Landsberger Ehepaar Alois und Maria Elsner als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt. Der Ehrentitel ist zugleich die höchste Auszeichnung, die der Staat Israel an Nichtjuden vergibt.
Die Ehrung fand im jüdischen Gemeindezentrum am Münchner Jakobsplatz statt. An der Feier nahmen auch der bayerische Innenminister Joachim Herrmann und der israelische Botschafter in Deutschland, Jeremy Issacharoff teil.

Alois und Maria Elsner mit Sohn Alois

Der Mensch entscheidet in jedem Augenblick was er ist – was er sein wird. Das ist die Erfahrung die nicht nur in den Kauferinger Konzentrationslagern, in Dachau, in Auschwitz und genauso in Stalingrad gemacht wurde. Unter diesen Bedingungen hat sich gezeigt zu wessen der Mensch fähig ist. Er hat beide Möglichkeiten – gut und böse. Er hat die Möglichkeit ein Schweinehund zu sein und die Möglichkeit ein Heiliger zu werden. All dessen ist der Mensch fähig – im Guten wie im Bösen“ (Viktor Frankl, Kaufering am 11. November 1984).


Alois und Maria Elsner haben sich für das Gute entschieden – aus Anstand und „weil man so mit Menschen nicht umgeht“.
Im Kehrbezirk des Kaminkehrers Alois Elsner lagen die Konzentrationslager Kaufering III und Kaufering IV. Während seiner Arbeit konnte er das Elend und die Grausamkeit des Lageralltags beobachten und berichtete seiner Frau Maria. Sie organisierten Medikamente, Lebensmittel sowie Bekleidung. Durch seine Tätigkeit als Kaminkehrer konnte Alois Elsner Kontakte zu KZ-Häftlingen aufnehmen und die „beschafften“ Gegenstände ins Lager schmuggeln. Das Ehepaar Elsner nahm dabei persönliche Risiken in Kauf und setzte dabei oft ihr Leben aufs Spiel.
Ihre Menschlichkeit, ihr Verantwortungsgefühl und ihre moralische Haltung haben vielfaches Leid gemildert und Leben gerettet. Alois und Maria Elsner geben uns ein Beispiel dafür, das Hilfe für die Juden durchaus möglich war.

Der Sohn von Alois Elsner nahm stellvertretend für seine verstorbenen Eltern im jüdischen Gemeindezentrum am Münchner Jakobsplatz die hohe Ehrung entgegen.

Feierstunde am 24. Oktober 2017  
Fotos: Manfred Deiler

 

weitere Informationen über Alois und Maria Elsner:

Landsberger Tagblatt, 08.Dezmeber 2017- "Ein Leben mit Mut und Zivilcourage"
   
Der Mut des Alois Elsner
- von von Franz Xaver Rößle -  
Feierstunde zur Ehrung „Gerechten unter den Völkern“    





Tag des offenen Denkmals 2017 -

Am 10. September hat die Europäische Holocaustgedenkstättem für Sie von 13.00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet. Wir informieren Sie gerne über:

- Den KZ-Lagerkomplex Kaufering.
- Die Ergebnisse der Konservierungsmaßnahmen 2014 - 2016 mit aktuellen archäologischen Befunden
- Präsentation der Ergebnisse der Mittelschule Landsberg die im Kooperationsprogramm "Schüler führenSchüler " bisher erarbeitet wurden.
- Die Bautechnik von Tonröhrengewölben in der Antike und heute, Patente und Bautechnik der Tonröhrenbaracken auf dem ehemaligen KZ-Lager Kaufering VII
- Die Nachkriegsnutzung der Gebäude des ehemaligen KZ-Lagers Kaufering VII.
 
   
 
Tag des offenen Denkmals 10.09.2017
Fotos: Wolfgang Bechtel, Manfred Deiler

 
Dokumentationsort Landsberg
- Arbeitsgemeinschaft wird ins Leben gerufen -
 

 

Im Juni 2015 wurde auf Initiative der Europäischen Holocaustgedenkstätte Stiftung e.V. von der Stiftung Bayerische Gedenkstätten eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die mögliche Szenarien zur Planung eines Dokumentationsortes beim ehemaligen KZ-Lager Kaufering VII beschreiben und prüfen soll. Die Ergebnisse dieser Studie sind im Herbst 2016 sowohl dem Wissenschaftlichen Beirat der Stiftung Bayerische Gedenkstätten als auch den Verfahrensbeteiligten in Landsberg/Kaufering zugänglich gemacht worden und haben inzwischen mehrheitlich Zustimmung erhalten.

Dokumentation beim ehemaligen Lager VII:
Das ehemalige Lager bietet mit den instand gesetzten Tonröhrenbauten, Fundamenten von Funktionsbauten und weiteren Spuren die Gelegenheit, am historischen Ort insbesondere das Schicksal der fast ausschließlich jüdischen Häftlinge in den Blick zu nehmen. Über die Größe des Gebäudes, sowie über Umfang und Art der dort zu installierenden Ausstellung wird noch im Detail zu entscheiden sein.
Die Studie hat in Abstimmung mit den Beteiligten den ehemaligen Rüstungsbunker Weingut II nicht in die Konzeption aufgenommen. Neben inhaltlichen Überlegungen war entscheidend, dass die weitere Dauer der Nutzung durch die Bundeswehr heute nicht absehbar ist. Zudem können Besuchergruppen derzeit nur unter Auflagen und in begrenzter Zahl den Bunker besichtigen.

Die Studie empfiehlt als zusätzliche und wichtige Erweiterungsmasnahme eine zentrale Anlaufstelle im Umfeld des Historischen Rathauses in Landsberg. Hier sollen sich Besucher über bestehende und künftige Angebote zur Zeitgeschichte Landsbergs informieren. Dazu gehören neben dem KZ-Lagerkomplex Kaufering auch das Gefängnis (Hitlers Festungshaft bzw. Kriegsverbrechergefängnis), der Nationalsozialistische Wallfahrtsort Landsberg als "Stadt der Jugend" oder das DP-Camp in der Saarburg-Kaserne.

Einstimmig beschloss die Stadt Landsberg am 05. April 2017, eine Arbeitsgemeinschaft unter Vorsitz des CSU-Landtagsabgeordneten und Vorsitzenden das Landesdenkmalrats Dr. Thomas Goppel ins Leben zu rufen, die erarbeiten soll, wie die Erinnerung an die Landsberger Zeitgeschichte nun konkrekt umgesetzt werden kann.

Das erste Treffen der "Arbeitsgemeinschaft Dokumentationsort KZ-Außenlager-Komplex Kaufering" fand am 24. Mai 2017 im Sitzungssaal des alten Rathauses in Landsberg statt. Die Arbeitsgemeinschaft wurde bisher ausschließlich durch den Beschluss des Landsberger Stadtrats und auf die ergänzende Erweiterungsmaßnahme "zentrale Anlaufstelle“ begrenzt in ihren Aufgaben legitimiert.

Unsere beiden Exposés, die Machbarkeitsstudie, Dokumente, Medienberichte und unsere weitere Berichterstattung hierzu finden Sie unter der Rubrik:
"künftige Planungen"    

 
Stadt Landsberg übereignet Totenbunker an die
Europäische Holocaustgedenkstätte Stiftung
 
Am 14. September 2016 übereignete die Stadt Landsberg den Totenbunker (im Nordwesten vor der Europäischen Holocaustgedenkstätte) zusammen mit einer Teilfläche von 800 m² an die Europäische Holocaustgedenkstätte Stiftung e.V.
Nach Unterzeichnung des Notarvertrags am 17. November 2016 wurde von der Europäischen Holocaustgedenkstätte Stiftung der umgebende Baumbestand, dessen Wurzelwerk die Standfestigkeit der Umfassungswände des Totenbunkers stark gefährdete, entfernt. So konnten alle Gefahren durch Windwurf noch rechtzeitig vor den Winterstürmen beseitigt werden.

 

Nach der Frostperiode im Frühjahr 2017 folgen weitere konservatorische Arbeiten an den Fundamenten und Schildwänden. Alle Arbeiten wurden mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt Landsberg besprochen und abgestimmt.
Der Totenbunker ist für Trauernde oft der letzte bekannte Ort, von dem aus ihre Angehörigen von den Totenkommandos zu den Massengräbern gekarrt und dort verscharrt wurden. Dieser Ort hat eine hohe emotionale Bedeutung.
 
Landsberger Tagblatt: 24. November 2016    
 

Am 15. September 2016 wurden die Gewinner des Bayerischen Denkmalpflegepreises 2016 bei einem feierlichen Festakt im Neuen Schloss Schleißheim bekannt gegeben.

Die Bayerische Ingenieurskammer-Bau würdigte gemeinsam mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege das Engagement der Europäischen Holocaustgedenkstätte Stiftung mit dem

Bayerischer Denkmalpflegepreis 2016
in Gold

Jurybegründung:
Die Preiswürdigkeit bei diesem Denkmal liegt besonders auf den Bemühungen, einem bedeutenden Dokument eines KZ-Außenlagers möglichst unverändert eine Zukunft zu geben. Die gefundene Lösung, die z.T. schadhaften Tohnröhren nur von außen zu sichern, ist dabei hervorzuheben. Die mutige Vorgehensweise bei der nur konservierenden Behandlung der Tonröhren und die Abstimmung aller Maßnahmen zwischen den Planern und dem Restaurator stellen eine herausragende Leistung dar.

   
 
li.n.re.: Dr.-Ing. Heinrich Schroeter, Mathias Neuner, Manfred Deiler, Franz Xaver Rößle, Jörg Rehm, Franz Hölzl, Thmoas Salveter, Dr. Thomas Hermann (Foto: Bader Alahmar)
 

Staatssekretär Gerhard Eck überreichte den Preis gemeinsam mit Dr.-Ing. Heinrich Schroeter, Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau und dem Juryvorsitzenden Dipl.-Ing. (FH) Eduard Knoll dem Präsident der Europäischen Holocaustgedenkstätte Stiftung Manfred Deiler, der den Preis stellvertretend für seine Organisation entgegennahm.

Mit dem Bayerischen Denkmalpflegepreis, der von der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege alle zwei Jahre vergeben wird, wurde die Europäische Holocaustgedenkstätte Stiftung als Bauherr gewürdigt, da sie sich in vorbildlicher Weise für den Erhalt der denkmalgeschützten Bauwerke auf dem ehemaligen KZ-Lager Kaufering VII einsetzte. Die Leistungen des Ingenieurbüros Barthel und Maus, des Münchner Architekten Franz Hölzl und des Restaurators Thomas Salveter haben maßgeblich zum Erfolg des gemeinsamen Projekts beigetragen. Ausgezeichnet wurden der Bauherr, das entsprechende Bauwerk und der beteiligte Ingenieur.
Die Europäische Holocaustgedenksätte Stiftung dankt allen am Projekt beteiligten Personen, Firmen und Behörden, die zu diesem Erfolg beigetragen haben.

 

Vorschlag zum Bayerischen Denkmalschutzpreis 2016 mit Beschreibung    
Plakat zum Bayerischen Denkmalschutzpreis 2016    
Urkunde und Plakette    
Auszug Broschüre der Preisträger:    
Landsbergblog, 15. September 2016 - "Gegen das Vergessen"    
Bayerische Staatszeitung, 16. September 2016 - "Zeitzeugen vergangener Epochen"    
Landsberger Tagblatt, 16. September 2016 - "Denkmalpflegepreis für das KZ-Außenlager"    
Kreisbote Landsberg, 16.September .2016 - "Der Preis ist Anerkennung und Impuls"    
Landsberger Tagblatt, 17. September 2016 - "Die mutige Vorgehensweise wird belohnt"    
Landsberger Tagblatt, 27. Oktober 2016 - "Denkmale erhalten geht nur im Team"    
Kreisbote Landsberg, 02. November 2016 - "Mutig und Herausragend"    
Bayerische Gemeindezeitung 10. November 2016 - "Hochwertig sanierte Objekte"    
Zeitschrift Monumente: Januar 2017 - Bayerischer Denkmalpflegepreis für Förderprojekte    


 

 

Der Tag des offenen Denkmals am 11. September 2016 steht mit "Gemeinsam Denkmale erhalten" ganz im Zeichen des gemeinschaftlichen Handelns. Ohne dieses gemeinschaftliche Handeln und ohne ein immer breiter werdendes öffentliches Bewusstsein wäre es uns nicht gelungen, die letzten erhaltenen Baudenkmäler auf der Europäischen Holocaustgedenkstätte zu sichern und für die nächste Generation zu erhalten.

Am 11. September haben wir für Sie von 13.00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet und informieren Sie gerne über:

- Ergebnisse der Konservierungsmaßnahmen 2014 - 2016 mit aktuellen archäologischen Befunden
- Bautechnik von Tonröhrengewölben in der Antike und heute, Patente und Bautechnik der Tonröhrenbaracken auf dem ehemaligen KZ-Lager Kaufering VII
- Präsentation der bisherigen Ergebnisse der Mittelschule Landsberg die im Schulprogramm "denkmal aktiv - Kulturerbe macht Schule" der Deutschen Stiftung Denkmalschutz erarbeitet wurden.
   

 

Landsberger Tagblatt: 19. 08. 2016    

 

Tag des offenen Denkmals 11.09.2016  
Fotos: Wolfgang Bechtel, Vincenzo Minutillo



 

 

Projekt Unbequeme Denkmale
(denkmal aktiv 2015/16)
der Mittelschule in Landsberg am Lech

„Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen“ George Santayana

Im Rahmen eines denkmal-aktiv-Projektes beschäftigt sich die Mittelschule Landsberg seit dem Frühjahr 2015 mit den KZ Außenkommandos rund um Landsberg und dabei insbesonders mit dem KZ-Lager Kaufering VII.

Die Schule wird dabei von der Europäischen Holocaustgedenkstätte Stiftung beraten und unterstützt.

Bei diesem Projekt arbeitet die Mittelschule Landsberg als Verbundkoordinator mit dem Gymnasium Sonthofen (“Die Ordensburg in Sonthofen und Außenlager des Konzentrationslagers Dachau in der Umgebung von Sonthofen”) und dem Gymnasium Dresden Bühlau (“Die Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden – Der sowjetische Haftkeller 1945-1953″) zusammen.

Im Frühjahr 2015 erhielten die Schüler der Mittelschule die Möglichkeit, an einer archäologischen Forschungsgrabung auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte (ehemaliges KZ-Lager Kaufering VII) teilzunehmen, die durch das Archäologenteam der Firma ABD-Dresser betreut und eingewiesen wurden. Die Projektgruppe half beim säubern der stark mit Moosen und Gräsern bewachsenen Fundamente mehrerer Funktionsbaracken und durfte Vermessungstechniken mit dem Tachymeter ausprobieren. Durch die Unterstützung der Schüler, die sich im Laufe der Grabung als besonders fleißig zeigten, gelang das Ausräumen des Anbaus einer Tonröhrenbaracke, der nach der Freilegung als Heißwasserbereitungsanlage identifiziert werden konnte. Ein Schüler entdeckte sogar einen im Boden vergrabenen Kesseleinsatz der Lagerküche.

Während der Beteiligung der Schüler an der Grabung fand man auf einer Tonröhre in einer Tonröhrenbaracke Unterschriften von zwei Zwangsarbeiterinnen. Die Namen konnten Adel und Szidonia Löwy zugeordnet werden. Seit dem Herbst recherchiert die Projektgruppe die Lebensgeschichte der Überlebenden. Es bleibt spannend.

Die Ergebnisse des denkmal-aktiv-Projektes wurden am April 2016 in einer Ausstellung der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Ab dem 03. Mai wird die Ausstellung im Stadttheater in Landsberg zu sehen sein.

 

link: Mittelschule Landsberg    
link: Archäologie - Forschungsgrabung 2015    
Landsberger Tagblatt: 26.04.2016    
Kreisbote Landsberg: 27.04.2016    
Landsberger Tagblatt: 28.04.2016    
Landsberger Tagblatt: 21.07.2016    




 

Kann ein Panther Sünde sein?
Ein soziokulturelles Gemeinschaftsprojekt
«dieKunstBauStelle e.V.»

 

Vortrag und Podiumsdiskussion
Samstag, 9. April 2016 um 19:00 Uhr
Sitzungsaal des Landratsamtes Landsberg am Lech

Das Projekt der „KunstBauStelle“ nahm 2014 seinen Ausgangspunkt mit Hinweisen der Journalistin Karla Schönebeck, zu einer Panther-Plastik im städtischen Inselbad in Landsberg am Lech. Diesen schwarzen Panther im Inselbad dürfte fast jeder Landsberger kennen. Wie aber kommt ein solches Kunstwerk in ein städtisches Freibad? Wie alt ist es und warum steht es dort?
Es galt in der Projektgruppe zunächst einmal ein Bewusstsein dafür zu wecken, scheinbar Selbstverständliches genauer zu betrachten. Voraussetzung dafür war die Vermittlung von Kenntnissen der lokalen Geschichte. Es folgten Exkursionen in eine Gießerei, in Archive und die Befragung von Zeitzeugen.
In dieses soziokulturelle Projekt sind neben Künstlern, Journalisten und Historikern auch Schüler, Jugendliche und Flüchtlinge eingebunden, die sich mit einem unbedarften Blick auf diese Auseinandersetzung eingelassen haben. Der erste Teil des Projekts war der historischen Recherche gewidmet, der zweite Teil wird die künstlerische Umsetzung sein.
Es ist ein Experiment mit ungewissem Ausgang, da die Jugendlichen ihre gewonnenen Erkenntnisse ebenfalls künstlerisch umsetzen sollen“, erklärt Wolfgang Hauck sein ehrgeiziges Projekt, das er als „work in progress“ bezeichnet. Diese Form der qualifizierten Annäherung soll im Ergebnis in Form von Texten, Malerei, Photographie, Installationen und Performance in einer multimedialen Ausstellung münden. Hierbei werden die Teilnehmer von bildenden Künstlern begleitet.


Das Projekt wird von der Europäischen Holocaustgedenkstätte Stiftung e.V. begleitet und beratend unterstützt.

link: zur Kunstbaustelle - Projekt Panther    
link: Podiumsdiskussion am 9.April 2016    

 


 

Landsberger Zeitgeschichte
Europäische Holocaustgedenkstätte Stiftung e.V.